Michael Fehr:

Lebendige Arbeit und plastische Form

zu Jan Meyer-Rogge's "Aufgebäumtem

Stamm" und anderen plastischen Arbeiten

 

 

 Lothar Romain:

Eröffnungsrede anlässlich der Ausstellung

"Jan Meyer-Rogge: Skulpturen" - 4.4.2003

im Karl Ernst Osthaus-Museum, Hagen

 

 

 Sigurd Rompza:

"Zu den Stahlplastiken von Jan Meyer-Rogge"

Eröffnung der Ausstellung im Museum
gegenstandsfreier Kunst, Ottendorf 2011

Druckansicht

Jan Meyer-Rogge hat seit 1977 in Neuenkirchen drei große plastische Arbeiten realisiert,
die nicht nur im Werk des Künstlers eine besondere Rolle spielen, sondern, weit darüber
hinaus, wichtige Positionen im Verhältnis zwischen Kunst und Natur, ja im Verhältnis
zwischen Mensch und Natur markieren. Dies geschah zuerst mit seiner "Pyramide", die
1977 im Rahmen des Symposiums 'Material aus der Landschaft – Kunst in die Landschaft'
entstand und leider nicht mehr existiert. Dabei handelte es sich um eine ca. 11 Meter hohe
Konstruktion in Form einer vierseitigen Pyramide, die ausschließlich aus unbearbeiteten
Birkenstämmen gleicher Länge hergestellt war und noch sehr deutlich Meyer-Rogge
Auseinandersetzung mit der der Konstruktiven Kunst erkennen ließ. Doch trat, ganz anders
als bei konstruktiven Kunstwerken, die in der Regel von einer prinzipiellen Indifferenz im
Verhältnis zwischen Idee (Form) und Material bestimmt sind, bei dieser Arbeit das Material
in eine prinzipielle Differenz zur Form, in die es gebracht war.